www.backwissen.de
Mohrenkopf


Der Mohrenkopf gilt als Erfindung Leipziger Bäcker Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Im Jahr 1899 hielt A. Cnyrim in seinem Buch Das Bäckergewerbe der Neuzeit erstmals ein Rezept dafür fest. Das Gebäck besteht aus einer biskuitartigen Masse aus Zucker, Eigelb, Mehl und Eiweiß, die portionsweise gebacken werden. Nachdem jeweils zwei Hälften mit Konfitüre zusammengefügt sind, wird das Ganze mit dunkler Schokolade überzogen. Dadurch soll angeblich die aufgesetzte Frisur afrikanischer Völker nachempfunden werden

Im einigen Gebieten des deutschen Sprachraums bezeichnet man damit ein Schaumgebäck; siehe Schokokuss. Dieses unterscheidet sich in Rezeptur und Form jedoch eindeutig vom Mohrenkopf.


In Österreich und der Schweiz bezeichnet man als Mohrenkopf ein Biskuitgebäck in Form einer Dreiviertelkugel, die mit Schlagsahne oder Eiercreme gefüllt und mit Schokolade überzogen ist.