www.backwissen.de
Brioche


Die Brioche , im Deutschen gelegentlich als Apostelkuchen bezeichnet, ist ein kleines Hefegebäck, das traditionell zum französischen Frühstück gehört. Der Hefeteig enthält Butter und Eier und ist nur schwach gesüßt. Der Teig muss insgesamt dreimal gehen. Heute kennzeichnend für die Brioche ist der meist geriffelte Kragen und der glatte runde Teigkopf obendrauf. Diese Pariser Form ist erst seit dem 19. Jahrhundert typisch. Es gibt in Frankreich auch gefüllte Brioches. Bekannt ist außerdem neben anderen regionalen Varianten die Brioche Vendéenne aus der Vendée, die mit Rum, Brandy oder Orangenblüten aromatisiert wird. Früher handelte es sich dabei um eine spezielle Variante zu Ostern.


Geschichte des Brioche

Das Wort Brioche ist in Frankreich seit dem 15. Jahrhundert belegt. Es ist wahrscheinlich abgeleitet von brier, einer Dialektform von broyer, was eigentlich soviel heißt wie zerdrücken oder zerstampfen, aber auch für das Ausrollen des Teigs mit einem Nudelholz stehen kann.
Als wahrscheinlicher Ursprungsort gilt die Normandie, die seit dem Mittelalter das französische Zentrum der Butterherstellung war. Seit dem 17. Jahrhundert sind Brioches in Paris bekannt. Das älteste erhaltene Rezept erschien 1742; darin wird als Zutat Bierhefe genannt, keine Bäckerhefe.