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Die wichtigsten Gruppen von Obstarten sind hierbei Kernobst, Steinobst, Beerenobst und Samenobst. Von diesen Arten gibt es verschiedene Obstsorten, also züchterisch kultivierte Sorten:


Kernobst

Zum Kernobst gehören die Obstarten der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), also

Apfel,Birne,Quitte,Mispel,Speierling, Eberesche

Die Frucht wird als Apfelfrucht bezeichnet und ist botanisch gesehen eine Sammelbalgfrucht. Durch das Umwachsen der Fruchtblätter (und späteren Früchte) durch den hochwachsenden Blütenboden bildet sich eine so genannte Scheinfrucht. In ihrem Inneren befinden sich die eigentlichen Balgfrüchte (5 an der Zahl) mit den Samen (Kerne).

Die Früchte des Kernobstes gehören zu den beliebtesten Nahrungsmitteln und können durch entsprechende Lagerverfahren über Monate in fast unveränderter Qualität erhalten werden

Steinobst

Der Ausdruck Steinobst bezeichnet die Pflanzenarten, deren Früchte als Steinfrüchte ausgebildet sind. Dabei ist der innere Teil der Fruchtwand verholzt, während sie außen fleischig und meistens saftig ist.
Der "Stein" unterscheidet diese Früchte von Beeren, die fleischige äußere Fruchtwand, das Fruchtfleisch, von Nüssen.
Steinfrüchte zählen hauptsächlich zu den Obstsorten (mehr oder weniger süße Früchte), deswegen die übliche Bezeichnung Steinobst, obwohl auch Früchte, die nicht typischerweise zum Obst zählen (Kokos, Walnuss), zu den Gewächsen mit Steinfrüchten gehören.
Wichtige Steinfrüchte:
Pfirsich, Nektarine, Aprikose, Zwetschge, Pflaume, Mirabelle, Kirsche.

Beerenobst

Unter Beerenobst sind Obstarten zusammengefasst, deren Gemeinsamkeiten vor allem in den Fruchteigenschaften (weich, klein, rundlich) liegen.

Zu unterscheiden ist zwischen dem Fruchttyp „Beeren“ und „Beerenobst“, da der Zusatz Obst die Einschränkung der Mehrjährigkeit und der Essbarkeit mit sich bringt. So ist etwa die Tomate botanisch gesehen eine Beere, wird aufgrund der Einjährigkeit jedoch zum Gemüse gezählt. Umgekehrt sind ein großer Teil der zum Beerenobst zählenden Obstarten vom Fruchtaufbau keine Beeren (z.B. ist die Erdbeere eine Sammelnußfrucht), werden jedoch aufgrund der Fruchteigenschaften traditionell zum Beerenobst gezählt.
Die Hauptbeerenarten gehören zur Ordnung der Rosales. Diese Obereinheit umfasst die Familien der Rosaceae sowie der Saxifragaceae. Der umfassenden Familie der Rosaceae werden die Gattungen Fragaria (Erdbeere) und Rubus (Himbeere, Brombeere)zugeordnet. Zu den Rosengewächsen gehören auch die Apfelbeere (Aronia), die Eberesche(Sorbus), die Hagebutte (Rosa) und die Mispel (Mespilus) In der Familie der Saxifragaceae steht die Gattung Ribes im Vordergrund, der Johannis- und Stachelbeeren angehören. Außerdem gehören zum Beerenobst Arten der Familien Caprifoliaceae (Holunder), Elaneagnaceae (Sanddorn) und Ericaceae (Heidelbeere, Preiselbeere)

Traditionell zählt man zum Beerenobst unter anderem:

Stachelbeere
Himbeere(=Sammelsteinfrucht)
Brombeere(=Sammelsteinfrucht)
Erdbeere (=Sammelnussfrucht)
Johannisbeere
Heidelbeere
Preiselbeere
aybeere
Moosbeere (Cranberry)
Holunder
Apfelbeere
Mispel
Eberesche (Vogelbeere)
Sanddorn

Samenobst

Samenobst ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Obstarten, bei denen Samen oder Teile des Samens gegessen werden. Die Samen können dabei von nacktsamigen Nadelbäumen stammen oder auch aus Früchten von bedecktsamigen Pflanzen, deren Fruchtwand (Pericarp) verholzt oder aus anderen Gründen ungenießbar ist.
Von Nacktsamern stammen beispielsweise Pinienkerne oder die Samen verschiedener Araucaria-Arten. Beispiele für Samen, die von Bedecksamern stammen und gegessen werden sind Paranuss, Mandel, Walnuss, Pistazie oder Haselnuss. Obwohl es sich bei der Verbreitungseinheit dieser Arten jeweils um Früchte handelt, essen wir nur die Samen, während die äußeren Teile, die Fruchtwände, nicht verwendet werden.

Bei Granatapfel, Purpurgrenadilla oder der Litchipflaume werden saftige Gewebe der Samenschale oder des Samenmantels gegessen.