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Kaliumcarbonat (Pottasche), K2CO3, das Kaliumsalz der Kohlensäure bildet ein weißes, hygroskopisches Pulver mit einer Schmelztemperatur von 891 °C und einer Dichte von 2,428 g·cm−3. Der Name Pottasche stammt von der alten Methode der Anreicherung von Kaliumcarbonat aus Holzasche mittels Lösung der Salze durch Auswaschen mit Wasser und anschließendem Eindampfen in Töpfen (Pötten). Der traditionelle Name stand auch Pate für den englischen Namen von Kalium: potassium.

In Wasser ist es sehr leicht und gut löslich (1120 g/l). Durch Hydrolyse reagiert die Lösung wegen der Bildung von Kaliumhydroxid alkalisch

Mit Säuren entstehen unter Kohlendioxidentwicklung die entsprechenden Kaliumsalze. Bei Raumtemperatur kristallisiert es als Dihydrat aus der wässrigen Lösung.

Pottasche ist ein chemisches Lockerungsmittel zur Teiglockerung, also ein Backtriebmittel das unter der Bezeichnung Kaliumkarbonat in der Lebensmittelindustrie verwendet wird. Als Lebensmittelzusatzstoff ist Kaliumkarbonat mit der europäischen Zulassungsnummer E 503 ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen. Kaliumkarbonat umfasst die Verbindungen Kaliumkarbonat (E 501i) und Kaliumhydrogenkarbonat (E 501ii).


Pottasche wird meistens für Leb- und Honigkuchen, d.h. für Kleingebäck, das relativ lange gelagert wird, eingesetzt. Sie wird durch die im Mehl vorhandenen und aus der Luft hinzutretende Mikroorganismen, die eine leichte Säuerung verursachen, zersetzt. Es tritt eine alkalische Reaktion ein, die die Elastizität des Teiges verbessert und ihm einen typischen Geschmack gibt. Ausserdem wird der Teig gelockert. Pottsche unterscheidet sich vom Backpulver, wie Hirschhornsalz auch, durch Fehlen saurer Bestandteile.