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300 Brotsorten in Deutschland

Mehr als 87 Kilogramm Backwaren verspeiste der Durchschnittsbürger nach Berechnungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr. Die deutschen Mühlen stellten nach Angaben der Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) 2005 rund 5,6 Millionen Tonnen Mehle und Schrote aus Weizen und Roggen für die Verwendung in Deutschland her.

Die Brotvielfalt in Deutschland ist mit mehr als 300 Brotsorten unübertroffen. Noch größer ist die Backvielfalt. Nach Schätzung von Experten kommen rund 1200 verschiedene Klein- und Feingebäcke täglich frisch aus deutschen Backstuben.

Die große Vielfalt des deutschen Sortiments liegt an der weltweit einmaligen Kombination von Weizen und Roggen in den Rezepturen der Bäcker. Das spiegelt sich auch bei den Lieblings-Brotsorten der Bundesbürger wider: Roggen- und Weizenmischbrote führen nach Angaben von Marktforschern die Brot-Hitliste an. Mehrkorn- und Vollkornbrote liegen in der Beliebtheit an zweiter und dritter Position.

Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) ließ die Lieblings-Brötchensorten der Bundesbürger ermitteln: Bei 37 Prozent sind danach die «normalen» Weizengebäcke am beliebtesten, gleich ob als Brötchen, Schrippe, Semmel oder Rundstück. Die anderen Befragten nannten als Lieblingssorte eine der vielen Kleingebäck-Spezialitäten: Dabei führt die Gruppe der Körner-, Mehrkorn- beziehungsweise Vollkornbrötchen mit 29 Prozent und deutlichem Vorsprung die Hitliste an. Es folgen in der Spitzengruppe Roggenbrötchen (15 Prozent), Laugengebäcke wie Brezeln, Laugenstangen oder -semmeln (12 Prozent) und Mohnbrötchen (11 Prozent).

In der EU folgten der Brotnation Deutschland die Länder Schweden und Dänemark mit einem Pro-Kopf-Verzehr von jeweils mehr als 70 Kilogramm. Franzosen kamen 2005 auf 54 Kilogramm Baguette.

August 2006

Quelle: Vertretung Deutschlands in Genf